Glossar

Hier finden Sie Erläuterungen zu Begriffen aus dem österreichischen Hochschulbereich (Universitäten, Fachhochschulen und Privatuniversitäten).


Abschlussquote im Tertiärbereich

Misst den Anteil von Personen mit einem Abschluss im Tertiärbereich. Nach ISCED 2011 umfasst der Tertiärbereich die Bildungsstufen 5 (u.a. Meister- und Werkmeisterausbildungen, Kollegs, BHS), 6 (Bachelorstudien), 7 (Diplomstudien, Masterstudien) und 8 (Doktoratsstudien). Wird auch als erweiterte Akademikerquote bezeichnet. Abschlussquoten werden für verschiedene Altersgruppen angegeben.

Akademikerquote

Die Akademikerquote misst den Anteil von Personen mit einem Hochschulabschluss (ISCED-Bildungsstufen 6, 7 und 8; an Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen) an der 25- bis 64-jährigen Bevölkerung. Davon zu unterscheiden ist die erweiterte Akademikerquote oder Abschlussquote im Tertiärbereich (siehe Abschlussquote im Tertiärbereich).

Anteil von Personen mit tertiärem Bildungsabschl.

Siehe Abschlussquote im Tertiärbereich.

Ausbildungsbereich

Fachhochschul-Studiengänge werden nach fachlicher Verwandtschaft zu Gruppen zusammengefasst, die als Ausbildungsbereiche bezeichnet werden. Bei den Universitäten werden solche Zusammenfassungen als (nationale) „Gruppen von Studien“ bezeichnet.

Außerordentliches Studium

Die öffentlichen Universitäten bieten ordentliche und außerordentliche Studien an. Außerordentliche Studien sind Universitätslehrgänge und Vorbereitungslehrgänge sowie der Besuch einzelner Lehrveranstaltungen nach Wahl der oder des Studierenden. Wer zu einem außerordentlichen Studium zugelassen ist, ist außerordentliche/r Studierende/r der betreffenden Universität. Analog dazu werden seit Wintersemester 2012 die Absolvierung eines Fachhochschul-Lehrgangs oder der Besuch einzelner Lehrveranstaltungen an Fachhochschulen als außerordentliche Studien bezeichnet.

Begonnene Studien

Begonnene Studien entspricht der Definition von "Belegten Studien im 1. Semester" aus der Universitäts-Studienevidenzverordnung (UniStEV). Siehe unidata > Rechtliche Grundlagen.

Berufsreifeprüfung

Sonderform der Reifeprüfung für Personen, die eine Lehrabschlussprüfung oder eine mindestens dreijährige mittlere Schule, Krankenpflegeschule oder Schule für den medizinisch-technischen Fachdienst abgeschlossen haben. Die Prüfung wird als Externistenprüfung abgelegt und vermittelt die gleichen Bildungs- und Berufsberechtigungen wie die Reifeprüfung einer höheren Schule (Matura).

Beschäftigungsverhältnis

Dienstverhältnis zum Bund: Bundesbedienstete mit einem Beamtendienstverhältnis zu einer Universität; Arbeitsverhältnis zur Universität: Übergeleitete Vertragsbedienstete des Bundes, nunmehr Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Universität; Ausbildungsverhältnis, ausgenommen Lehrling gemäß Berufsausbildungsgesetz: Ärztinnen und Ärzte in Facharztausbildung; sonstige Beschäftigungsverhältnisse: Freie Dienstverträge, Gastärztinnen und –ärzte an Universitätskliniken, allfällige Werkverträge für Lehre, Stipendiat/inn/en und Praktikant/inn/en; Ausbildungsverhältnis gemäß Berufsausbildungsgesetz: Lehrlinge gemäß Berufsausbildungsgesetz; Arbeitsverhältnis zur Universität (KV): Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Universität mit einem Arbeitsverhältnis auf Basis des Kollektivvertrages.

Betreuungsrelation

Bezeichnet ein Zahlenverhältnis zwischen Studierenden einerseits und dem Personal einer Universität (Bildungseinrichtung) andererseits. Im Regelfall wird die Anzahl ordentlicher Studierender den Vollzeitäquivalenten des Lehrpersonals oder des wissenschaftlich-künstlerischen Personals gegenüber gestellt.

BiDokVFH

Bildungsdokumentationsverordnung - Fachhochschulen (BGBl. II Nr. 29/2004 in der geltenden Fassung); die BidokVFH beruht auf dem Bildungsdokumentationsgesetz (BGBl. I Nr. 12/2002 in der jeweils geltenden Fassung) und regelt die Bereitstellung von Daten zu Studierenden, Studien, Studienabschlüssen und Personal der Fachhochschulen für den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung und für die Bundesstatistik. Siehe unidata > Rechtliche Grundlagen.

BidokVPriv

Verordnung über die Durchführung des Bildungsdokumentationsgesetzes an Privatuniversitäten, theologischen Lehranstalten und außeruniversitären Bildungseinrichtungen, die Lehrgänge universitären Charakters anbieten (BGBl. II Nr. 28/2004).

BidokVUni

Bildungsdokumentationsverordnung Universitäten (BGBl. II Nr. 30/2004 in der jeweils geltenden Fassung); die BidokVUni beruht auf dem Bildungsdokumentationsgesetz (BGBl. I Nr. 12/2002 in der geltenden Fassung) und regelt die Bereitstellung von Daten zu den personellen und räumlichen Ressourcen der Universitäten und der Universität für Weiterbildung Krems für den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung und für die Bundesstatistik. Siehe unidata > Rechtliche Grundlagen.

Bologna-Bericht

Der Bologna-Prozess zur Schaffung eines europäischen Raumes für Hochschulbildung mit Elementen, wie der dreigliedrigen Studienarchitektur (Bachelor-Master-Doktor/PhD), der internationalen Mobilität der Studierenden mit Anerkennung der Studienleistungen (ECTS) und der internationalen Zusammenarbeit in der Qualitätssicherung, ist sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene durch ein umfassendes Berichtswesen dokumentiert. Nationale Berichte siehe unter Publikationen > Bologna-Bericht.

Bundesrechnungsabschluss (BRA)

Der Bundesrechnungsabschluss oder Erfolg bezeichnet die tatsächlichen Gebarungsergebnisse der Bundeshaushaltsführung, die der Rechnungshof mit dem Bundesministerium für Finanzen abzustimmen hat und die dem Nationalrat vorzulegen sind.

Bundesvoranschlag (BVA)

Im Bundesfinanzgesetz (BFG) geregelte Ausgabenermächtigung für das nächste Finanzjahr.

Entwicklungsplan – Fachhochschulen

Im Zusammenhang mit der Förderung des Bundes für FH-Studienplätze erstellt das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung fünfjährige Fachhochschul- Entwicklungs- und Finanzierungspläne als Leitlinien für die mittelfristige quantitative und qualitative Entwicklung des FH-Sektors. Entwicklungspläne siehe unter Publikationen > Entwicklungsplan.

Entwicklungsplan – Universität

Das Rektorat einer öffentlichen Universität hat einen Entwicklungsplan der Universität zu erstellen, der nach Zustimmung des Senats vom Universitätsrat genehmigt werden muss. Der Entwicklungsplan enthält unter anderem die fachliche Widmung von ProfessorInnenplanstellen und bildet den Hintergrund für die Erstellung des Entwurfes der Leistungsvereinbarung. Entwicklungspläne siehe unter Publikationen > Entwicklungsplan.

Erfolg

Siehe Bundesrechnungsabschluss.

Erfolgsquote

Erfolgsquoten messen den Studienerfolg der Studierenden mittels Vergleich von Absolvent/inn/enzahlen mit Anfänger/inn/enzahlen. Dies geschieht mit verschiedenen Methoden (Verlaufsbeobachtung einer Anfänger/inn/enkohorte, Querschnittsvergleich) und auf verschiedenen Ebenen (Fachrichtung, Universität, Sektor öffentliche Universitäten, gesamter tertiärer Bildungssektor). Im Statistischen Taschenbuch finden sich Erfolgsquoten nach Querschnittsmethode für die einzelnen Universitäten, für den Sektor öffentliche Universitäten und für die tertiären Bildungseinrichtungen insgesamt. Die jeweilige Differenz auf 100,0% ist die Drop-out-Quote.

Erhalter

Träger eines Fachhochschul-Studienganges oder einer Fachhochschule.

Erstabschluss

Abschluss eines Studiums, dessen Zulassung die Reifeprüfung einer höheren Schule oder eine vergleichbare Qualifikation erfordert. Demnach ist der Abschluss eines Bachelor- oder Diplomstudiums ein Erstabschluss. Der Abschluss eines Master- oder Doktoratsstudiums stellt einen weiteren Abschluss (Zweitabschluss) dar, da diese Studien als Zulassungsvoraussetzung einen Erstabschluss erfordern.

Erstzugelassene

Siehe Studienanfänger/innen.

Erweiterte Akademikerquote

Siehe Akademikerquote.

Erweiterungsstudien

Frühere Studiengesetze definierten die Ergänzung ordentlicher Studien durch weitere Teile von solchen als Erweiterungsstudium (z.B. Ergänzung eines Lehramtsstudiums mit zwei Unterrichtsfächern durch ein drittes Unterrichtsfach; Aufstockung eines Zweitfaches auf die Anforderungen des Erstfaches).

Form der Universitätsreife

Zusammenfassung von verschiedenen Arten der Universitätsreife; geregelt in § 5 Abs. 1 Z 4 UniStEV 2004 in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 277/2015; wird den Universitäten und Fachhochschulen via CODEX-Dateien bereitgestellt.

Glasdecken-Index

Adaptierung des Glass-Ceiling-Index aus „She-Figures 2006" (Europäische Kommission) und „Zahlen, Fakten, Analysen 2006" (Universität Graz), der den Professorinnenanteil in Relation zum Frauenanteil des wissenschaftlichen und künstlerischen Personals misst. Ein Wert von 1 bedeutet, dass die Aufstiegschancen von Frauen und Männern auf Professuren gleich sind; je niedriger der Wert, desto geringer sind die Aufstiegschancen bzw. desto „dicker" ist die Gläserne Decke.

Gruppen von Studien

Die sehr zahlreichen ordentlichen Studien der öffentlichen Universitäten werden für statistische Zwecke nach fachlicher Verwandtschaft zu Gruppen zusammengefasst. Die Gruppen von Studien sind in § 54 Abs. 1 des Universitätsgesetzes 2002 festgelegt (nationale Gruppen von Studien). Internationale Gruppen von Studien ergeben sich über „Bildungs- und Ausbildungsfelder“ auf der Grundlage von ISCED (International Standard Classification of Education der UNESCO).

Habilitation

Verfahren zur Erlangung der Lehrbefugnis (venia docendi) für ein ganzes wissenschaftliches oder künstlerisches Fach. Mit der Lehrbefugnis ist das Recht verbunden, die wissenschaftliche oder künstlerische Lehre an der betreffenden Universität mittels deren Einrichtungen frei auszuüben sowie wissenschaftliche oder künstlerische Arbeiten der Studierenden zu betreuen und zu beurteilen. Mit der Habilitation ist der Status „Privatdozent/in“ verbunden, es resultiert jedoch daraus kein Arbeitsverhältnis zur Universität.

Hochschulbericht

Siehe Universitätsbericht.

Hochschulzugangsquote

Nationale Definition: Anteil von Anfänger/inne/n einer Universitäts- oder Fachhochschulausbildung an der gleichaltrigen Bevölkerung.
Internationale Definition: Anteil von Anfänger/inne/n einer Hochschulausbildung (ISCED-Bildungsstufe 6) an der gleichaltrigen Bevölkerung.

ISCED

International Standard Classification of Education der UNESCO. Nach diesem Schema lassen sich Bildungsgänge nach Bildungshöhe (sechs Levels) und fachlicher Zuordnung (Field of Study) international vergleichen. Die ordentlichen Studien der österreichischen Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen sind den ISCED-Levels 6, 7 und 8 zugeordnet.

ISCED 1997

Unterteilt die Bildungsprogramme in 6 Stufen. Die ordentlichen Studien an österreichischen Universitäten, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen sind den ISCED-Levels 5A (Bachelor, Diplomstudium und Master) und 6 (Dr./PhD) zugeordnet. ISCED 1997 wurde durch ISCED 2011 weiterentwickelt und ersetzt (siehe ISCED 2011).

ISCED 2011

Unterteilt Bildungsprogramme nach Bildungshöhe in 8 Stufen. Der Tertiärbereich umfasst die Bildungsstufen 5 (kurze tertiäre Ausbildungen -für Österreich Meister- und Werkmeisterschulen, Universitäts- und Fachhochschullehrgänge, Kollegs; 4. und 5. Klassen BHS); 6 (Bachelorstudien), 7 (Diplom- und Masterstudien (inkl. Weiterbildungsmaster) und 8 (Doktorats- und PhD-Studien).

Incoming

Studierende, die einen Aufenthalt an einer österreichischen Universität/Fachhochschule im Rahmen eines geförderten Mobilitätsprogramms absolvieren.

Insgesamt (bereinigt)

Studierende können gleichzeitig mehrere Studien, auch an verschiedenen Universitäten, betreiben. Mitarbeiter/innen von Universitäten können an einer Universität in verschiedenen Verwendungen (z.B. Bibliotheksdirektor/in und Lehrbeauftragte/r) tätig sein. Solche Personen kommen bei der Summenbildung mehrfach vor, es sei denn, die Summe wird um diese Mehrfachvorkommen bereinigt. Die Addition der Einzelpositionen führt daher im Regelfall zu einem größeren Wert, als unter „Insgesamt (bereinigt)“ angegeben.

Internationale Gruppen von Studien (ISCED)

Siehe Gruppen von Studien und ISCED.

Jahresbericht des Akkreditierungsrates

Der Akkreditierungsrat hat jährlich im Wege der Bundesministerin oder des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung dem Nationalrat einen Tätigkeitsbericht vorzulegen (§ 4 Abs. 9 UniAkkG). Aufgabe des Akkreditierungsrates ist die Behandlung von Anträgen auf Akkreditierung als Privatuniversität. Berichte siehe unter Publikationen > Jahresbericht Akkreditierungsrat.

Jahresbericht des Fachhochschulrates

Der Fachhochschulrat hat jährlich im Wege der Bundesministerin oder des Bundesministers für Wissenschaft und Forschung dem Nationalrat einen Tätigkeitsbericht vorzulegen. Darin sind auch der Stand der Entwicklung im Fachhochschul-Bereich und dessen kurz- und längerfristiger Bedarf darzustellen (§ 6 Abs. 2 Z 7 FHStG). Berichte siehe unter Publikationen > Jahresbericht FH-Rat.

Kombinationspflichtige Studien

Aktuell sind nur Lehramtsstudien kombinationspflichtig, d.h. es müssen zwei Unterrichtsfächer zu einem Diplomstudium verbunden werden, um dieses regulär abschließen zu können. Früher waren geistes- und kulturwissenschaftliche Studien im Regelfall kombinationspflichtig.

Leistungsbericht

Jährlicher Bericht der Universität über die Umsetzung der Leistungsvereinbarung. Bis 2006 war anstelle des Leistungsberichts ein Tätigkeitsbericht zu erstatten, da es Leistungsvereinbarungen erst seit 2007 gibt. Ab 2010 ist der Leistungsbericht Teil der Wissensbilanz. Berichte siehe unter Publikationen > Leistungsbericht.

Leistungsvereinbarung

Öffentlich-rechtlicher Vertrag zwischen dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und der einzelnen Universität mit dreijähriger Laufzeit. Er bezieht sich im Wesentlichen auf die Leistungen der Universität in Lehre und Forschung und die vom Bund dafür zur Verfügung gestellten budgetären Mittel (§ 13 UG). Leistungsvereinbarungen siehe unter Publikationen > Leistungsvereinbarung.

Materialien zur sozialen Lage

Siehe Studierenden-Sozialerhebung.

Neuzugelassene

Personen, die im betreffenden Semester von dieser Universität erstmals zu einem Studium zugelassen wurden und fortgesetzt gemeldet sind. Siehe auch Studienanfänger/innen.

Ordentliches Studium

Die öffentlichen Universitäten bieten ordentliche und außerordentliche Studien an. Ordentliche Studien sind Bachelor-, Diplom-, Master- und Doktoratsstudien. Wer zu einem ordentlichen Studium zugelassen ist, ist ordentliche/r Studierende/r der betreffenden Universität.

Organisationsform

Bei Fachhochschul-Studiengängen werden Studierende in normalen (Vollzeit) und berufsbegleitenden sowie zielgruppenspezifischen Studiengängen unterschieden.

Outgoing

Studierende, die einen Auslandsaufenthalt im Rahmen eines geförderten Mobilitätsprogramms absolvieren.

Personalbericht

Das Universitätsgesetz 2002 (UG) hatte wesentliche Änderungen der arbeits- und besoldungsrechtlichen Rahmenbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen Universitäten zur Folge. § 121 Abs. 19 des UG sah daher zusätzlich zum Universitätsbericht einen einmaligen gesonderten Bericht der Bundesministerin oder des Bundesministers über die Nachwuchsförderung und die Entwicklung der Personalstruktur der Universitäten im Jahr 2006 vor. Der entsprechende Bericht für die Universität für Weiterbildung Krems war 2007 zu erstatten. Berichte siehe unter Publikationen > Personalbericht.

Prüfungsaktive Studien/Studierende

Prüfungsaktiv ist ein Bachelor-, Diplom- oder Masterstudium, sofern der/die Studierende im betreffenden Studium mindestens 16 ECTS-Punkte oder positiv beurteilte Studienleistungen im Umfang von 8 Semesterwochenstunden erbracht hat (Wissensbilanz-Kennzahl 2.A.6). Die Erfassung erfolgt auf Basis von Prüfungsleistungen in Studien und im Studienjahr. Für die Darstellung von prüfungsaktiven Studierenden werden Prüfungsleistungen in ein oder mehreren Studien einer Person zugerechnet.

Schultyp

Schulformen werden je nach Verwendungszweck in unterschiedliche Schultypen gegliedert (z.B. AHS, BHS, Höhere Anstalten der Lehrer- und Erzieherbildung).

Sekundarabschluss

Oder Abschluss der Sekundarstufe II (ISCED Bildungsstufen 3 und 4 – für Österreich AHS-Oberstufe, 1.-3. Jahr der BHS, BMS, Schule für Gesundheits- und Krankenpflege, Lehre).

Senioren-Studierende

Dazu zählen Frauen ab 55 Jahren und Männer ab 60 Jahren (frühere Definition: 40/45).

Stammpersonal

Personal an Universitäten in Verwendungen, die vor dem UG 2002 mit Dienstverhältnissen zum Bund verbunden waren. Verwendungen 11, 14, 16, 21, 23, 40 bis 70 gemäß Z 2.6 der Anlage 1 zur BidokVUni.

Statistisches Taschenbuch

Diese jährliche Publikation des Bundesministeriums für Wissenschaft und Forschung enthält aktuelle Zahlen und Zeitreihen zum österreichischen Hochschulwesen zu den Themen Hochschulzugang, Studierende und Studien, Abschlüsse, Personal, Budget und Raum sowie Forschung. Die meisten Tabellen können über den angegebenen interaktiv-Link direkt in unidata angewählt und aktualisiert werden. Erschienene Taschenbücher Publikationen > Statistisches Taschenbuch.

Studienabschluss

Vollendung eines Studiums durch Erbringung und positive Beurteilung aller im Curriculum vorgesehenen Studienleistungen (vgl. Erstabschluss, Zweitabschluss).

Studienanfänger/innen

Studienanfänger/in kann man auf Fachebene, Universitätsebene, auf Ebene des Sektors öffentliche Universitäten oder auf Ebene des tertiären Bildungswesens sein. Auf Ebene des Sektors öffentliche Universitäten handelt es sich um Personen, die im betreffenden Semester von dieser Universität erstmals zu einem Studium zugelassen wurden und fortgesetzt gemeldet sind und vorher noch nie an einer österreichischen öffentlichen Universität studiert haben („Erstzugelassene“). Auf Universitätsebene handelt es sich um Neuzugelassene. Auf Fachebene ist in diesem Zusammenhang von „Studien im ersten Semester“ die Rede.

Studienart/Studiengangsart

Das Studienrecht für öffentliche Universitäten und für Fachhochschulen unterscheidet vier Arten von ordentlichen Studien: Diplomstudien als traditionelle Form des Studiums (von vier bis sechs Jahren), das zu einem ersten Abschluss führt; Bachelorstudien als neue Form des Studiums für einen ersten Abschluss (im Regelfall drei Jahre); Masterstudium als weiterführendes Studium nach Erlangung eines Bachelorabschlusses (zwei Jahre); Doktoratsstudium als weiterführendes Studium nach einem Master- oder Diplomabschluss (im Regelfall zwei, seit WS 2009/10 drei Jahre). Doktoratsstudien werden nur an Universitäten angeboten.

Studienberechtigungsprüfung

Spezielle universitäre Zulassungsprüfung für Personen ohne Reifeprüfung, die ein bestimmtes ordentliches Universitätsstudium aufnehmen wollen. Die Studienberechtigungsprüfung vermittelt eine fachlich eingeschränkte Studienberechtigung, die sich auch auf Fachhochschul-Studiengänge erstreckt.

Studierenden-Sozialerhebung

Das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung beauftragt in etwa dreijährigen Abständen Studien zur sozialen Situation der Studierenden auf Grundlage umfassender Befragung. Zusätzlich zur Publikation der Befragungsergebnisse wird jeweils seitens des bm:wf unter dem Titel „Materialien zur sozialen Lage der Studierenden“ ein Bericht über die Studienförderung und die Hauptergebnisse der Studierendenbefragung für den Nationalrat erstellt. Berichte siehe unter Publikationen > Studierenden-Sozialerhebung.

Tertiärer Bildungsabschluss

Abschluss eines Ausbildungsprogrammes der ISCED 2011 Bildungsstufen 5 bis 8 (siehe Abschlussquote im Tertiärbereich).

Toleranzstudiendauer

Im Curriculum vorgesehene Studiendauer zuzüglich eines Semesters, im Fall von Diplomstudien zuzüglich eines Semesters pro Studienabschnitt.

Tätigkeitsbericht

Siehe Leistungsbericht.

UniStEV

Universitäts-Studienevidenzverordnung 2004 (BGBl. II Nr. 288/2004 in der jeweils geltenden Fassung). Diese Verordnung enthält für den Bereich der öffentlichen Universitäten Durchführungsbestimmungen zum Universitätsgesetz 2002, zum Bildungsdokumentationsgesetz hinsichtlich der Studierenden und ihrer Studien. Siehe unidata > Rechtliche Grundlagen.

Universitätsbericht

Die Bundesministerin oder der Bundesminister für Wissenschaft und Forschung hat dem Nationalrat auf der Grundlage der Wissensbilanzen der Universitäten mindestens alle drei Jahre einen Bericht über die bisherige Entwicklung und die künftige Ausrichtung der Universitäten vorzulegen. Dabei ist unter anderem auch auf die Nachwuchsförderung, auf die Entwicklung der Personalstruktur der Universitäten und auf die Lage der Studierenden einzugehen (§ 11 UG). Von 1969 bis 2002 trugen diese Berichte den Titel „Hochschulbericht“. Berichte siehe unter Publikationen > Universitätsbericht.

Universitätslehrgang

Außerordentliches Studium, das Universitäten insbesondere zu Weiterbildungszwecken anbieten. Die Dauer variiert von einigen Tagen bis zu mehreren Jahren. Bei umfangreicheren Universitätslehrgängen können auch Mastergrade erlangt werden; für Lehrgänge mit mindestens 60 ECTS Dauer sind mit „Akademische/r … „ beginnende Bezeichnungen vorgesehen.

Übertrittsrate

Die Übertrittsrate misst den Prozentsatz der Maturantinnen und Maturanten, die innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ein Universitäts- oder Hochschulstudium beginnen.

Verwendungen

(Anlage 1 zur Bildungsdokumentationsverordnung Universitäten)

Wissenschaftliches und künstlerisches Personal
11 Universitätsprofessor/in (§ 98 UG)
12 Universitätsprofessor/in, bis fünf Jahre befristet (§ 99 Abs. 1 UG)
14 habilitierte/r wissenschaftliche/r und künstlerische/r Mitarbeiter/in (Universitätsdozent/in)
16 wissenschaftliche/r und künstlerische/r Mitarbeiter/in mit selbständiger Lehre und Forschung oder Entwicklung und Erschließung der Künste
17 nebenberuflich tätige/r Lektor/in (§ 100 Abs. 4 UG)
18 Lektor/in (§ 107 Abs. 2 Z 1 UG), ausgenommen Verwendung 17
21 wissenschaftliche/r und künstlerische/r Mitarbeiter/in ohne selbständige Lehre
23 Ärztin/Arzt in Facharztausbildung
24 wissenschaftliche/r und künstlerische/r Projektmitarbeiter/in an Vorhaben
gemäß § 26 Abs. 6 UG
25 wissenschaftliche/r und künstlerische/r Projektmitarbeiter/in an Vorhaben
gemäß § 27 Abs. 1 Z 3 UG
26 Senior Scientist/Artist (KV), ausgenommen Verwendungen 24 und 25
27 Universitätsassistent/in (KV)
30 Studentische/r Mitarbeiter/in
81 Universitätsprofessor/in, bis sechs Jahre befristet (§ 99 Abs. 3 UG)
82 Assoziierte/r Professor/in (KV)
83 Assistenzprofessor/in (KV)
84 Senior Lecturer (KV)

Allgemeines Personal
40 professionelle Unterstützung der Studierenden in Gesundheits- und Sozialbelangen
50 Universitätsmanagement
60 Verwaltung
61 Ärztin/Arzt zur ausschließlichen Erfüllung von Aufgaben im Rahmen einer öffentlichen Krankenanstalt
62 Krankenpflege im Rahmen einer öffentlichen Krankenanstalt
64 Projektmitarbeiter/in an Vorhaben gemäß § 26 Abs. 6 oder § 27 Abs. 1 Z 3 UG, die/der keine wissenschaftlichen oder künstlerischen Tätigkeiten verrichtet
70 Wartung und Betrieb

Vollzeitäquivalente

Mit dem Beschäftigungsausmaß gewichtete Personen-Einheiten (z.B. ergeben 1 Person mit einem Beschäftigungsausmaß von 10 Stunden pro Woche und 1 Person mit 20 Stunden pro Woche: 0,25 + 0,5 = 0,75 VZÄ)

WBV

Wissensbilanz-Verordnung (BGBl. II Nr. 63/2006); regelt Inhalt und Form der von den öffentlichen Universitäten jährlich zu legenden und zu veröffentlichenden Wissensbilanz. Siehe unidata > Rechtliche Grundlagen.

Weiterer Studienabschluss

Abschluss eines konsekutiven Masterstudiums nach einem Bachelorstudium oder eines Doktoratsstudiums nach einem Masterstudium bzw. Diplomstudium.

Wissensbilanz

Während der Rechnungsabschluss das finanzielle Vermögen einer Universität darstellt, soll die Wissensbilanz über die immateriellen Werte Auskunft geben. Die Wissensbilanz ist jährlich bis 30. April vom Rektorat zu erstellen und dem Universitätsrat zur Genehmigung und Weiterleitung an das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung zuzuleiten. Vorgaben für die Gestaltung der Wissensbilanz finden sich in der Wissensbilanz-Verordnung (§ 13 Abs. 6 UG). Wissensbilanzen siehe unter Publikationen > Wissensbilanz.

Wissenschaftszweig

Einheit für die fachliche Einordnung von Forschungstätigkeiten und -ergebnissen. Analog zur ISCED-Klassifikation für Studienprogramme existiert auch für Forschung und Entwicklung ein internationales fachliches Klassifikationsschema der OECD/UNESCO. Die in Österreich verwendete Version dieses Schemas ist die von Statistik Austria herausgegebene „Österreichische Systematik der Wissenschaftszweige“.

Zweitabschluss

Siehe Weiterer Studienabschluss.